Rad-/Wanderweg auf der „Balkantrasse“


„Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse Leverkusen e.V.“
(Förderverein Balkantrasse)
www.balkantrasse.de

Sonntag, 05. Juni 2016
2. Trassengeburtstag auf der Balkantrasse in Leverkusen-Pattscheid

Am 05. Juni 2016 ist es soweit!
Die Leverkusener Balkantrasse feiert ihren zweiten Geburtstag und gleichzeitig wird gemeinsam mit benachbarten und befreundeten Gemeinden das Trassentreffen 2016 gefeiert.

Die Feier findet statt: Sonntag, 05. Juni von 11.00 bis 19.00 Uhr auf dem Gelände unterhalb des Bahnhofs in Leverkusen-Pattscheid. Der Eintritt zur gesamten Fläche ist frei.
Adresse: Burscheider Str. 456, 51381 Leverkusen, unterhalb des Pattscheider Bahnhofs

Es findet eine vom ADFC geführte Radtour statt, an der auch Oberbürgermeister Richrath teilnimmt. Der Start ist um 11.15 Uhr.

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Der Förderverein „Balkantrasse“ e.V. hat einen neuen Vorstand

Von Beginn an, seit Gründung im Mai 2010, hatte er den Verein geleitet. Nach vier Jahren im Amt hat Karl-Friedrich Weber den Vorsitz des Fördervereins Balkantrasse Leverkusen e.V. abgegeben. Auf der Mitgliedersammlung im April wurde als sein Nachfolger einstimmig Werner Nolden, Veranstalter der „Bierbörse“ und der „Kölner Lichter“ gewählt. Als Schatzmeister im dreiköpfigen Vorstand wurde Manfred Haußmann bestätigt. Petra Haller ist nun zweite Vorsitzende und damit Nachfolgerin von Hartmut Lehmler, der Führungsämter in anderen Vereinen übernommen hat. Der neue Vorsitzende Werner Nolden ist dem Förderverein bereits seit einigen Jahren, auch als Großspender, verbunden. Zuletzt hatte der mit dem „Leverkusener Löwen“ Ausgezeichnete das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro dem Förderverein übergeben.

Trassengeburtstag: 31. Mai 2015
Der Oberbürgermeister ist jetzt Mitglied

Es war fast alles wie gehabt: Unterhalb des Bahnhofs Pattscheid herrschte reges Treiben, ein lebhaftes Kommen und Gehen vieler Besucher. Zu Fuß, auf Rädern und Rollen waren viele hundert Gäste gekommen, um am 31. Mai 2015 mit den Aktiven des Fördervereins Balkantrasse den ersten Geburtstag der Eröffnung des Leverkusener Teilstücks des „Panorama-Radwegs Balkantrasse“ zu feiern.
Das Wetter — wie vor einem Jahr: Nach trockenem Start am Vormittag zum späten Nach mittag hin allmählich einsetzender Regen. Doch diesmal war Vorsorge getroffen, dass die Besucherscharen ausreichend verköstigt wurden — zur Eröffnung hatten sie zeitweise fast auf dem Trockenen gesessen, und auch die heiße Küche war an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt.
Vor allem aber gab es zum Geburtstag einen sozusagen repräsentativen Unterschied zu konstatieren. Während zur Eröffnung die „üblichen Verdächtigen“, nämlich die Honoratioren der Stadt fehlten — sie waren nicht eigens eingeladen worden —, gab sich diesmal sogar Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn die Ehre. Und er brachte sogar eine frohe Botschaft mit.
Der Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Balkantrasse — ab Imbacher Weg bis zum Bahnhof Opladen — ist beschlossene Sache. Spätestens 2018 soll auch das restliche Stück des Radwegs eröffnet werden. Wie um dies zu bekräftigen, setzte der OB seine Unterschrift sogar unter die Beitrittserklärung zum Förderverein, der inzwischen über 2200 Mitglieder und somit zu den größten Vereinen in der Stadt zählt.
Jürgen Wasse

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Sonntag, 31. Mai 2015
Balkantrasse: Ein ganzes Jahr und noch viel mehr

Erster Trassengeburtstag am Sonntag, 31. Mai 2015.
Auf der Trasse in Höhe des alten Bahnhofs Pattscheid (Zufahrt Romberg).
Von 11 bis 18 Uhr gibt es Kaffee, Kuchen, Waffeln, Würstchen, Bier und mehr.
Es gibt ein unterhaltsames Bühnenprogramm, Musik, Informationsstände und Aktionen.

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Gut Ding braucht Pflege
Zahlreiche freiwillige Mitarbeiter halten die Balkantrasse in Schuss

Artikel von Von Jürgen Wasse

„Es ist geschafft!“ Diese drei Worte im Titel des Rad-Anzeigers, Jubelruf und Stoßseufzer gleichermaßen, beschrieben am besten die Stimmung, die Aktive des ADFC und im Förderverein Balkantrasse Leverkusen vor gut einem halben Jahr einte.

Ja, es war geschafft: Die Strecke der Balkan-trasse zwischen Opladen (Imbacher Weg) und der Stadtgrenze Burscheid / Leverkusen konnte offiziell freigegeben werden. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung und vieler hundert Radler von nah und fern wurde am 29. Mai 2014 auf den Bahnsteigen des ehemaligen Bahnhofs Pattscheid ein fröhliches Fest gefeiert. Verdienter Lohn für harte Jahre.

Dass mit diesem Tag allerdings jegliche Arbeit beendet war, musste keiner der Aktiven befürchten. Denn unmittelbar danach wurde die so genannte „Möblierung“ entlang des Radweges in Angriff genommen, also die Ausstattung mit Bänken und Tischen, Papierkörben und Spenderboxen für Hundekotbeutel, für Beschilderungen, Hinweistafeln und anderes mehr.


Die Kosten dafür gelten indessen als „nicht förderfähig“, das heißt, sie müssen vom Förderverein voll getragen werden, während der eigentliche (Aus-)Bau des Rad- und Wanderwegs vom Land großzügig mit 80 Prozent bezuschusst wird. Doch auch hier erwies sich, dass die Spendenfreudigkeit bei den (inzwischen über 2000!) Mitgliedern und in der Bevölkerung ungebrochen ist.

Binnen weniger Tage hatten sich Spender und Spenderinnen für zwanzig Bänke, vier Tische und eine Reihe von Papierkörben und Spenderboxen für Hundekotbeutel gefunden. Aus weiteren Sonderspenden wurden zwei wichtige Anschaffungen finanziert: Ein Unterstand an der ehemaligen Haltestelle Grund (Atzlenbach), gestiftet von der Bezirksvertretung II und ein Stahlcontainer, gespendet vom Verein „Wir und Leverkusen“.


Dieser Container wurde in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs Bergisch Neukirchen (Ölbachstraße) aufgestellt, dient nun als Materiallager und kann gewissermaßen als Symbol dafür gelten, was den Förderverein für die nächsten 20 Jahre beschäftigen wird: Weiterhin Arbeit und noch mehr Arbeit — gemäß einem Unterhaltungsvertrag, den der Verein mit der Stadt schließen musste.

Laut diesem Vertrag muss der Förderverein nicht nur für die Unterhaltung des „Panorama-Radwegs Balkantrasse“ sorgen, sondern ebenso die Verkehrssicherungspflicht für das gesamte — ehemalige — Grundstück der Deutschen Bahn übernehmen, das ein Vielfaches der Fläche des eigentlichen Radweges ausmacht. Wie gesagt — es wartet Arbeit ohne Ende auf die Vereinsaktiven.

Auch ein weiterer Blick in die Zukunft verheißt, dass darüber hinaus noch manches Engagement vom Förderverein gefordert ist. Zum Beispiel gilt es, noch die Anbindung des Radwegs an den Bahnhof Opladen bzw. an die „Neue Bahnstadt“ sicher zu stellen. Immerhin stehen für diesen zweiten Bauabschnitt, der in Regie der Stadt Leverkusen erfolgen soll, schon mal mehr als 200 000 Euro im Etatentwurf.

Der Förderverein wird dies aufmerksam verfolgen und seinen Beitrag dazu leisten, dass diese Reststrecke der Balkantrasse ebenso verwirklicht wird. Und nicht zuletzt wird es eine weitere Aufgabe sein, den Panoramaradweg künftig zum Rhein hin anzuschließen, damit künftig der Radtourismus zwischen dem Bergischen und der Rheinschiene möglichst komfortabel und störungsfrei rollen kann.

Weitere Informationen: www.balkantrasse.de, www.bahntrassenradeln.de, www.bergisches-dreieck.de, www.die-bergischen-drei.de.

Wenn Sie mehr zur Balkantrasse wissen wollen, dann empfehlen wir Ihnen die Internetseite des Fördervereins. Dort sind alle Zeitungsberichte eingestellt und viele Informationen über die Trasse und den Verein.

„Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse Leverkusen e.V.“
(Förderverein Balkantrasse)
www.balkantrasse.de

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Es ist geschafft! Am Donnerstag, 29. Mai 2014 wurde der Leverkusener Teil eröffnet


rechts im Foto: Dr. Achim Bartoschek, Bahntrassen-Radweg-Experte:
www.bahntrassenradeln.de

Der ADFC Leverkusen war nicht nur einer der Geburtshelfer, als vor etwa fünf Jahren das Projekt „Balkantrasse“ gestartet wurde. Viele Mitglieder des ADFC Leverkusen waren auch in den Folgejahren aktiv, wenn es darum ging, auf der Trasse zu arbeiten.
Von daher war es nicht verwunderlich, dass man viele bekannte Gesichter auf dem Eröffnungsfest an Christi Himmelfahrt sah, die sich auch um das Gelingen der Veranstaltung unterhalb des ehemaligen Pattscheider Bahnhofs kümmerten. Die Besucherzahl wurde auf mehr als 2500 Personen geschätzt, die sich an den vielen Infoständen aufhielten und darüber hinaus Kuchen, Waffeln, Bier und Würstchen in extrem großen Mengen vertilgten.


Keine „Extrawurst“ für Politiker Politische Prominenz sah man eher weniger, da sie auch nicht extra eingeladen war. Es sollte keine „Extrawurst“ gebraten werden, da sowieso jeder Bürger eingeladen war. Wahrscheinlich wirkte auch der Umstand noch nach, dass in der kritischen Zeit — in den Jahren 2008 und 2009 — Teile der politischen Landschaft dieses Projekt allzu gerne beerdigt hätten.
Aber auch ohne Prominenz lief die Party schon vor der Eröffnung auf Hochtouren, so dass es um elf Uhr schon kein Durchkommen mehr gab. Unter anderem sorgten die etwa 60 Tandemfreunde aus Belgien, Niederlande, Frankreich und Deutschland für Aufsehen und Verkehrsberuhigung.

Mehrere Musikgruppen sorgten für die passende Stimmung, und alles hätte schön weitergehen können, wenn nicht noch ein ungebetener Gast erschienen wäre.
Pünktlich um 14 Uhr gesellte sich eine Regenwolke zu der Partygesellschaft. Offensichtlich gefiel ihr die Veranstaltung, sodass sie bis zum Ende blieb. Zuerst tat das der guten Stimmung keinen Abbruch, aber nach und nach wurde es den meisten Gästen zu nass und zu kalt. Bis dahin waren aber alle Essensstände praktisch ausverkauft. Erst beim Aufräumen gegen 18 Uhr trollte sich die Wolke gen Westen. Der DLRG-Infostand, der mit einem kleinen Rettungsboot vor Ort war, brauchte nicht einzugreifen.

Alles in allem ein schönes Fest, und wenn man sich diesen schönen Ort unterhalb des Pattscheider Bahnhofes so anschaut, kann man sich fast vorstellen, dass dies nicht das letzte Mal war, dass hier fröhliches Volk die Geburt dieser Trasse feiert.


Der ADFC-Stand

ADFC-Aktivist Jürgen Wasse

Wenn Sie mehr zur Balkantrasse wissen wollen, dann empfehle ich Ihnen die Internetseite des Fördervereins. Dort sind alle Zeitungsberichte eingestellt und viele Informationen über die Trasse und den Verein. (Arno Groll)

„Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse Leverkusen e.V.“
(Förderverein Balkantrasse)
www.balkantrasse.de

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Donnerstag, 29. Mai 2014:
Eröffnung des Fuß- und Radweg „Balkantrasse“

Nach vier Jahren harter Arbeit ist es endlich so weit.

Einladung zur Einweihung der „Balkantrasse“ am 29.5.2014
11 bis 19 Uhr
auf den Bahnsteigen des ehemaligen Pattscheider Bahnhofs (also direkt an der Trasse)

Bitte berücksichtigen Sie, dass rund um den ehemaligen Pattscheider Bahnhof nur begrenzt Parkmöglichkeiten für PKW gibt. Nutzen Sie also vorzugsweise den neuen Rad- und Wanderweg, um zur Feier zu kommen!

Feiern Sie mit uns!
Wir bieten:
- Live-Musik von lokalen Gruppen
- verschiedene Informationsstände
- ADFC-Infostand mit Verkauf der neuen Leverkusener Fahrradkarte
- Kinderprogramm
- Essen und Trinken
- einen neuen Rad- und Wanderweg in Leverkusen
Wir freuen uns auf einen turbulenten und sonnigen Tag.

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02. Februar 2014

Eröffung der Balkantrasse erst am 29. Mai 2014!
Am Wochenende konnte man bei strahlenden Sonnenschein den Eindruck erhalten, als hätte die Balkantrasse ihre erste Bewährungsprobe zu bestehen. Auf der gesamten Stecke tummelten sich Spaziergänger und Radfahrer. Der Förderverein Balkantrasse macht jedoch darauf aufmerksam, dass es sich bei der gesamten Strecke zwischen Opladen und Burscheid um eine Baustelle handelt, deren Betreten verboten ist. Auch nach dem Asphaltieren bleibt der Weg bis zur offiziellen Eröffnung am 29.5.2014 eine Baustelle, auf dem noch bruchgefährdete Gefahrenbäume beseitigt werden müssen und deren Brücken und steile Böschungen noch nicht durch Geländer gesichert sind.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Stadt Burscheid, 15.07.2013:

Radtrasse in Höhe der Brücke A 1 gesperrt
Umleitung kann nicht angeboten werden!

In der Zeit vom 27. Juli bis einschließlich 2. August 2013 werden die vorhandenen seitlichen Wartungsstege an der Brücke über die A 1 demontiert. Da diese Arbeiten nur vom Panorama-Radweg Balkantrasse aus erfolgen können, kann der Radweg auf Burscheider Stadtgebiet nicht durchgängig befahren werden.
Keine Umleitung
Eine Umleitung für Radfahrer kann nicht angeboten werden. Befahrungen über zum Teil unbefestigte Waldwege erfolgen auf eigene Gefahr!
Die Stadtverwaltung weist mit Plakaten auf dem Radweg auf diese Maßnahme hin und bittet die Radfahrer und Fußgänger um Verständnis.
Ab Samstag, 3. August ist der Radweg zwischen den Ortsteilen Burscheid und Hilgen voraussichtlich wieder durchgängig befahrbar.

Nachricht vom 26.04.2012:

Offizielle Eröffnung des Bergischen Panoramawegs Balkantrasse

Nähere Informationen auf der Homepage des ADFC NRW e.V.

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Nachricht vom 27.06.2011:

„Balkantrasse“ wird auch in Leverkusen gebaut

Nähere Informationen auf der Homepage des ADFC NRW e.V.


Stand 06.03.2011:

Um die Stadt Leverkusen bei dem Projekt zu unterstützen, die stillgelegte Bahnstrecke 411 - die so genannte „Balkantrasse“ - zu einem Rad- und Wanderweg auszubauen, hat sich im Mai 2010 ein Förderverein gegründet. Vorsitzender des Fördervereins ist der Opladener Rechtsanwalt Karl-Friedrich Weber, als sein Stellvertreter fungiert Hartmut Lehmler, Schatzmeister ist Manfred Haußmann. Zu den 20 Gründungsmitgliedern zählt auch Otto Reintjes, Geschäftsführer Sport und Marketing beim TSV Bayer 04. Reintjes ist das Projekt ein besonderes Anliegen: „Ich bin begeisterter Hobby-Radler und freue mich darauf, möglichst bald auf der Balkantrasse ins Bergische zu radeln.“


Freuen sich über die Gründung des Fördervereins Balkantrasse (v.l.):
Manfred Haußmann (Schatzmeister), Karl-Friedrich Weber (1. Vorsitzender)
und Hartmut Lehmler (stellvertretender Vorsitzender)

Die Initialzündung zur jetzigen Vereinsgründung hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Leverkusen schon vor mehr als zwei Jahren veranlasst, als er sich vehement für den Ausbau der Balkantrasse einsetzte und spontan eine Unterschriftensammlung startete. Immerhin rund 3500 Bürger unterzeichneten damals binnen weniger Wochen den Aufruf. Heinz Boden, Vorsitzender des ADFC Leverkusen e.V.: „Wir waren selbst von dem enormen Zuspruch überrascht.“

Der Förderverein hat seit seiner Gründung innerhalb eines dreiviertel Jahres schon mehr als 650 Mitglieder gewinnen können und dürfte damit der jüngste Leverkusener "Großverein" sein.

Rad- und Wanderwege auf ehemaligen Bahntrassen erfreuen sich landesweit zunehmender Beliebtheit. Nicht zuletzt deshalb hatte das Land vor gut zwei Jahren einen speziellen Fördertopf gefüllt - das „Alleenradwege-Programm“. Danach übernimmt das Land 75 Prozent der Kosten, wenn die Kommune den restlichen Eigenanteil finanziert. Zahlreiche Kommunen bewarben sich bereits um die Fördergelder, so auch die Anliegergemeinden der insgesamt etwa 28 Kilometer langen Balkantrasse, Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid; sie betreiben mittlerweile allesamt den Ausbau der Trasse. Lediglich Leverkusen sah dazu bisher - weil im Nothaushalt stehend - keine Möglichkeit.

Mittlerweile hat in Politik und Verwaltung ein Umdenken eingesetzt. In einem mehrheitlich gefassten Ratsbeschluss wurde die Leverkusener Verwaltung bereits im August vergangenen Jahres beauftragt zu prüfen, wie die Trasse doch noch dauerhaft gesichert und der Eigenanteil mit Hilfe bürgerschaftlichen Engagements aufgebracht werden könne. Inzwischen ist das Projekt sogr schon offiziell ins Förderprogramm des Landes NRW aufgenommen worden.

Für den Vorsitzenden des jungen Vereins ist es nun sprichwörtlich „höchste Eisenbahn“, so Jurist Weber, „dass die Stadt Leverkusen nicht den Anschluss verliert“. Noch werden Leverkusen gute Chancen eingeräumt, von dem Förderprogramm zu profitieren, weil das knapp sechs Kilometer lange Teilstück der Balkantrasse zwischen Opladen und Burscheid als wichtiger Lückenschluss im regionalen Rad- und Wanderwegenetz gilt.



Massive Brückenbauwerke wie in Atzlenbach. Einst für
Züge gebaut - dürften auch die „Last“ von Wanderern und
Radlern aushalten.

Nach einer überschlägigen Kostenschätzung der BEG würde der Ausbau des Leverkusener Teilstücks der Balkantrasse rund 1,7 Millionen Euro kosten; davon müsste die Stadt rund 400.000 Euro als Eigenanteil aufbringen - wobei dieser sowohl in Barmitteln als auch über Sach- und Arbeitsleistungen geleistet werden kann.

Der Vereinsvorsitzende Weber ist sicher, „dass sich viele Menschen auch aktiv für die Balkantrasse einsetzen werden. Das Projekt stößt in der Bevölkerung auf sehr viel Zustimmung.“ In diesem Zusammenhang betont er die laut Satzung ausdrücklich festgelegte parteipolitische Unabhängigkeit des Vereins: „Wir wollen, dass der Balkanradweg ein Projekt für alle Bürger wird.“

„Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse Leverkusen e.V.“ (Förderverein Balkantrasse), c/o Karl-Friedrich Weber, Birkenbergstraße 1, 51379 Leverkusen, Internet-Adresse: www.balkantrasse.de

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Was fehlt hier? – Genau, der Rad- und Wanderweg!
Auf dem Foto mit Blickrichtung „bergauf“ zur Überführung
Rennbaumstraße/L 291.

Zur Historie der Balkantrasse

Als Balkanexpress wird im Volksmund die Mitte der 90er Jahre stillgelegte Bahnlinie von Leverkusen-Opladen nach Remscheid-Lennep bezeichnet. Die insgesamt 28 Kilometer lange Strecke wurde in den Jahren 1868-81 in Betrieb genommen.

Die Trasse zweigt unmittelbar nördlich des Bahnhofs Opladen von der Bahnstrecke Köln – Wuppertal ab und führt parallel - aber meist mit einigem Abstand - zur Bundesstraße 232 durch Bergisch Neukirchen und Burscheid sowie zur B 51 durch Burscheid, Wermelskirchen und Bergisch Born nach Remscheid.

Die kontinuierliche Steigung von ca. 50 Meter (in Opladen) auf etwa 330 Meter (Lennep) fällt bahntypisch recht sanft aus und eignet sich deshalb hervorragend auch für Familien und weniger geübte Radler. Die Trasse erschließt in idealer Weise die Rheinschiene mit dem Bergischen Land – und umgekehrt.



Die Brückenüberführung nach Romberg,
baulich ein kleines Kunstwerk,
einst geschaffen für die doppelgleisige Balkantrasse.

Möglichkeiten der Umnutzung zum Rad- und Wanderweg

Wegen der straßenfernen und weitgehend kreuzungsfreien Streckenführung eignet sich die Balkantrasse in besonderer Weise für die Anlage eines Rad- und Wanderweges. Auf dem westlichen Teilstück werden die Ortszentren von Opladen und Burscheid mit einer Vielzahl öffentlicher Einrichtungen, Arbeits- und Einkaufsstätten sowie Freizeiteinrichtungen und Wohnquartieren untereinander verbunden.

Die Burscheider Straße (L 291) durch Bergisch Neukirchen und Pattscheid ist nicht mit Radwegen ausgestattet. Wegen des sehr starken Verkehrs ist die Anlage eines sicheren Radweges auch kaum – bzw. nur mit erheblichen Abstrichen an Sicherheit und Komfort (Lärmbelastung!) - zu verwirklichen.



Vielfach können ohne großen Aufwand Zuwege zur
Balkantrasse geschaffen werden, oft sogar fast ebenerdig
wie hier in Höhe Dechant-Krey- und Elsbachstraße.

Alleenradwegeprogramm der BEG

Durch das Alleenradwege-Programm des Landes NRW soll landesweit auf möglichst vielen stillgelegten Bahnstrecken ein Netz von Radwegen geschaffen und somit zugleich eine Vernetzung von Regionen erreicht werden, um u.a. deren touristische und wirtschaftliche Potentiale zu fördern. Zahlreiche Kommunen und Kreise haben bereits Interesse an dem Programm bekundet.

Speziell die Balkantrasse wird von Leverkusens Nachbarstädten Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid seit längerem nachhaltig unterstützt und gefördert. Burscheid steht bereits kurz vor dem Ausbau des stadteigenen Trassenstücks. In den genannten Kommunen liegt die finanzielle Belastung durch den jeweils zu leistenden Eigenanteil durchweg sogar höher als dieser in Leverkusen notwendig wäre. Das ist zum Teil durch die im Bergischen schwierigere Topografie begründet. Ohne den Lückenschluss in Leverkusen, mit Anbindung an das Radwegenetz der Rheinschiene, würde der Balkanradweg in Pattscheid/Höhe Kuckenberg enden.



Massive Brückenbauwerke wie in Atzlenbach. Einst für
Züge gebaut - dürften auch die „Last“ von Wanderern und
Radlern aushalten.

Vorteile für Nutzer und Stadt („win-win“-Situation)

Ein Radweg auf der Balkantrasse dürfte binnen kurzem zu einem touristischen Highlight der Region werden, da diese Strecke auf vergleichsweise kurzem Weg einen reizvollen Ausflug vom Rhein ins Bergische Land ermöglicht – mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten an ein überregionales Radwegenetz, das bis ins Ruhrgebiet („Kulturhauptstadt 2010“), das Sauerland sowie linksrheinisch in die Eifel und das Niederrheinische führt – vielfach sogar auf weiteren ehemaligen Bahntrassen.

Umgekehrt würde Leverkusen ungemein davon profitieren, ein besonders attraktives Ziel (Imagegewinn!) von Freizeitradlern aus dem Bergischen oder Köln und Umgebung zu sein. Es könnten neue Arbeitsplätze (Gastronomie, Fremdenverkehr etc.) geschaffen und somit zusätzliche Einnahmequellen erschlossen werden. Insofern stellt der Balkanradweg auch ein – sogar relativ preiswertes – Instrument der Wirtschaftsförderung dar.

Im Vorgriff auf die weiter unten dargestellte Kostensituation sei hier angemerkt, dass darüber hinaus allein der – jetzt noch mögliche und vergleichsweise kostengünstige - Erwerb des kompletten Trassenbandes für die Stadt ein hervorragendes Instrument der Stadtplanung darstellt – mit der Möglichkeit, mit dem Verkauf von nicht für den Radweg benötigten Flächen eingesetzte Eigenmittel zu refinanzieren.



Und noch ein fast ebenerdiger Zugang zum möglichen
Balkan-Radweg in Höhe „Obere Straße“ (Rennbaumstraße)
in Opladen.

Kosten und finanzielle Lage der Stadt

Nach einer – auf Initiative des ADFC Leverkusen e.V. - durch die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) vorgenommenen, überschlägigen Kalkulation würde der Ausbau des Balkanradwegs (inklusive Grunderwerb) auf der etwa 5,8 Kilometer langen Strecke knapp 1,7 Millionen Euro kosten. Bei einer Landesförderung von 75 Prozent entfiele mithin ein Eigenanteil von rund 425.000.- Euro auf die Stadt.

In diese Kalkulation wurden sogar schon 20 Prozent „Pufferkosten“ eingerechnet. Mit Blick auf diese Kosten sah sich die Stadt Leverkusen (Politik und Verwaltung) dennoch bisher außerstande, in das Projekt einzusteigen.



Ein typisches Brückenbauwerk, noch bestens erhalten,
zeugt auch an der Ölbachstraße/Unterölbach
vom Qualitätsbewusstsein der alten Baumeister.

Finanzierung des Eigenanteils durch Sponsoren

Das Projekt eines Radweges auf der Balkantrasse genießt in der Bevölkerung nach wie vor große Sympathie. Die hohe Akzeptanz des Projekts durch die Bürger sehen die Aktiven des ADFC auch aktuell immer wieder bestätigt.

Vor einiger Zeit hatte die „Frage des Tages“ in einer Lokalzeitung eine überraschend hohe Zustimmung ergeben: 70 Prozent der Leser stimmten auf die Frage: „Soll die Balkantrasse als Radweg trotz Finanzkrise auch in Leverkusen verwirklicht werden?“ mit Ja.

Insofern erscheint es realistisch, einerseits finanzkräftige Sponsoren gewinnen und ebenso über kleinteilige Spendenarbeit den notwendigen Eigenanteil zumindest zum Teil aufbringen zu können.

Stand: Juli 2011

Unser Ziel:
ein ähnlicher Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen „Balkantrasse“

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