Drei neue Fahrradstraßen in Leverkusen

Was unterscheidet sie von sogenannten „normalen“ Straßen?

Anfang diesen Jahres wurden von der Bezirksvertretung III gleich drei Leverkusener Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt. Alle befinden sich in Schlebusch. Somit gibt es nach der Fahrradstraße „Am Stadtpark“ in Wiesdorf, die es schon viele Jahre gibt, zukünftig auch noch den „Freudenthaler Weg“, zwischen „Am Scherfenbrand“ bis zum Ende, die Straße „Grüner Weg“ und den „Hammerweg“ als Fahrradstraße. Weitere sollen folgen.

Sobald die entsprechenden Fahrbahnmarkierungen und Beschilderungen vorgenommen wurden, müssen sie als Fahrradstraßen genutzt werden. Was ändert sich dadurch nun für die Verkehrsteilnehmer? Was müssen sie wissen und worauf müssen sie achten?


Fahrradstraßen sind Straßen, die durch Verkehrszeichen 244.1 nach Straßenverkehrsordnung (StVO) als Fahrradstraße gekennzeichnet sind. Sie dürfen nur von Radfahrenden befahren werden.


Andere Fahrzeugführer dürfen Fahrradstraßen nur benutzen, soweit dies durch ein Zusatzschild zugelassen ist. Sie haben sich dann dem Radverkehr unterzuordnen. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, selbst wenn dadurch Autos nicht überholen können. Auf Fahrradstraßen gelten die allgemeinen Verkehrsvorschriften. Es gilt als Höchstgeschwindigkeit Tempo 30 allerdings nur dann, wenn Radler dadurch in keiner Weise behindert oder gefährdet werden. Es gelten die allgemeinen Vorfahrtsregeln.

Vielen Autofahrern ist die Bedeutung von Fahrradstraßen häufig unbekannt, so dass es immer wieder zu Konflikten mit Radfahrern kommt.

Ein grundsätzliches Problem ist dabei die oftmals mangelnde Akzeptanz von Autofahrern gegenüber Radfahrern.
Zudem halten sich Autofahrer oft nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung in Fahrradstraßen, weil diese nicht explizit ausgewiesen ist.


Der ADFC setzt sich seit vielen Jahren für die Umwandlung von Straßen in Fahrradstraßen ein, weil man ohne großen Infrastrukturaufwand den Radverkehr auf vorhandenen Nebenstraßen fördern und bündeln und so die zunehmende Verstopfung durch den Verkehr gezielt dämpfen kann.

Bei den drei neuen Fahrradstraßen haben wir uns speziell für den „Grünen Weg“ eingesetzt, weil er sich unserer Ansicht nach wegen der starken Nutzung durch Radler als Ost-West-Verbindung und als Teil von Hauptradwegen in besonderem Maße eignet.
Von Harald Nitschke


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