Verleihung des Rheinlandtalers an Heinz Boden


Die Förderung und Pflege der rheinischen Kulturlandschaft ist eine der wichtigsten Aufgaben des Landschaftsverbandes Rheinland. In Erfüllung dieses regionalen Kulturauftrages haben die Gremien der Landschaftsversammlung Rheinland, dem Parlament der rheinischen Städte und Kreise, im Jahre 1976 den RHEINLANDTALER gestiftet.

Nach festgelegten Richtlinien werden mit dem Rheinlandtaler u.a. Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um die Denkmal- und Bodendenkmalpflege, die Archiv-, Mundart-, Museums-, Heimat- und Landespflege, die Landesgeschichte, die Volkskunde, die Sprachgeschichte und auch um die Naturkunde und den Naturschutz durch regionales, ehrenamtliches bedeutsames Engagement besonders verdient gemacht haben.

Mit dem RHEINLANDTALER möchte der Landschaftsverband Rheinland daher all denjenigen Dank sagen, die ihn in dieser Weise in seinen Bemühungen um die Bewahrung und die Pflege der rheinischen Kulturlandschaft unterstützen.


Heinz Boden hat schon seit Januar gewusst, dass er mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet werde. „Als ich gehört habe, dass ich den Taler bekommen soll, habe ich zunächst gezögert und gedacht: ich bin doch nur einer von vielen im ADFC.“

Am 17. Oktober wurde Heinz Boden auf dem NaturGut Opladen offiziell ausgezeichnet.
Die Laudatio hielt Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland. Die Begründung der Jury: Seit vielen Jahren setze sich Heinz Boden in vorbildlicher Weise für eine „nachhaltige Entwicklung der Umwelt“ ein. 1988 gründete Boden den ADFC Leverkusen, dessen Vorsitzender er seither ist. In der Lokalen Agenda 21 gründete er das Bürgerforum und übernahm den Arbeitskreis Verkehr, da er sich mit der Radverkehrsproblematik auseinandersetzen wollte. Lorenz Bahr betonte: „Durch Ihre tatkräftige Mitarbeit wurde Leverkusen ein großes Stück fahrradfreundlicher.“ Die Erstellung eines Radwegeplanes, aber auch die Installation fahrradfreundlicher Ampelschaltungen gehören zu seinen Verdiensten.

Weiter in der Laudatio: „Im Ergebnis ging es darum, dem Fahrradverkehr mehr Akzeptanz zu verleihen. Dies ist Ihnen, lieber Herr Boden, gelungen. Infolge Ihres unermüdlichen Einsatzes wurden an zahlreichen Plätzen in Leverkusen Abstellanlagen für Fahrräder installiert, und die Radwege wurden ausgebaut.“


Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn betonte in seiner Rede: „Wichtig ist auch Ihr Engagement für die Realisierung der „Balkantrasse“ gewesen. Sie haben sich mit aller Kraft für deren Ausbau eingesetzt“. Seit der der Gründung des Initiativkreises „Balkantrasse“ sei die Bürgerinitiative wohl eine der erfolgreichsten Initiativen Leverkusens geworden.

Er führte weiter aus, dass die Regierungspräsidentin Gisela Walsken im Juli einen entsprechenden Zuwendungsbescheid unterschrieben habe. Angesichts der Gesamtkosten von 1,88 Millionen Euro bedeute das einen Förderanteil von 80 Prozent. „Das heißt im Umkehrschluss: 400 000 Euro trägt der Förderverein Balkantrasse. Wieviel Arbeit dahinter stecke, könne nur beurteilen, wer selbst schon Mal versucht habe, Menschen und Institutionen zum Spenden zu animieren“, betonte Buchhorn. Mit dem Abschnitt zwischen Opladen und Burscheid werde eine enge Verbindung mit anderen Radwanderwegen auf stillgelegten Eisenbahntrassen geschaffen. „Für den Tourismus, aber ebenso für die Ökobilanz unserer Stadt, haben Sie viel für Leverkusen getan.“


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